Tanz-Workshop Gintersdorfer/Klaßen

19_1920

Gintersdorfer/Klaßen: Not Punk Pololo

Gintersdorfer/Klaßen

Gintersdorfer/Klaßen sind seit Jahren Garant für scharfsinnige und herausfordernde Theaterarbeiten, die dem Publikum neue Sehgewohnheiten abverlangen. Aktuelle europäische Philosophie-Konzepte zum Thema Migration stellt das Performance-Kollektiv auf den Prüfstand. So setzten sich Gintersdorfer/Klaßen in “Identitäten dehnen” (2014) anhand des gleichnamigen Konzepts des französischen Philosophen Alain Badiou performativ mit den Themen Migration, politischen Protesten und der Instrumentalisierung von Geflüchteten auseinander.

Basierend auf dem Stück „Identitäten dehnen“ geben Monika Gintersdorfer, Knut Klaßen, Hauke Haumann, Franck Edmond Yao und Napuli Paul Görlich im Rahmen von Learning Community, ein Projekt von artsprogram und welt_raum einen Workshop, um sowohl diskursiv als auch tänzerisch das Konzept der Identität im Zusammenhang mit Migration zu hinterfragen und zu erweitern. Dieser wird durch zwei öffentliche Veranstaltungen ergänzt.

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Gintersdorfer/Klaßen: Not Punk Pololo

Performance & Diskussion | Mi 20.04. | ZF Campus | Forum | 20 Uhr

Zum Auftakt des Workshops spielen die anwesenden Mitglieder des Kollektivs in der Abendveranstaltung verschiedene Szenen aus der Performance “Identitäten dehnen”, die gemeinsam mit dem Publikum diskutiert werden.

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Gintersdorfer/Klaßen: Identiäten Dehnen

Workshop | Do 21.04., 10-18 Uhr & Fr 22.04., 10-14 Uhr

In dem auf maximal 16 Teilnehmer*innen ausgelegten Workshop werden Szenen und kleine Choreographien entwickelt, die an “Identitäten dehnen” anknüpfen und dabei spezifische Erfahrungen und Kontexte der Teilnehmer*innen aufgreifen. Anmeldung bis 15. April.

32_1920

Napuli Paul Görlich

Napuli Paul Görlich | Do 21.04. | ZF Campus | White Box | 19.15 Uhr

Die Menschenrechtsaktivistin Napuli Paul Görlich gehört zu den Performer*innen von “Identitäten dehnen”. Die Südsudanesin ist Teil der Berliner Oranienplatz-Bewegung, die von 2012-14 gegen die Unterbringung in Heimen, Abschiebungen, das Arbeitsverbot und die Residenzpflicht protestierte. An dem Abend berichtet sie im Rahmen des LC-Formats „Tea Lectures“ von ihren Erfahrungen als Aktivistin und ihrem politischen Kampf.

Informationen zu den Künstlern:

Gintersdorfer/Klaßen entwickeln seit 2005 Projekte, in denen sie Lebensstrategien und Ausdrucksformen der Darsteller zum Zentrum machen und mit eigenen Strategien und Ästhetiken konfrontieren. Das Team ist deutsch-ivorisch mit internationalen Gästen. Alles ist, was es ist. Es geht nicht um erfundenes oder symbolisches weder auf der Text-, Spiel- oder Materialebene. Sie versuchen einen möglichst direkten Transport von Leben ins Theater und von Theater/Performance ins Leben. Das Team arbeitet mit internationalen Gästen und zeigt seine Stücke national wie international; Beispiele sind die Logobi Reihe 1-6 (Tanzplattform Deutschland 2010), La nouvelle pensée noire (Spielart Festival 2013, Auftritt im ruandischen Kigali, Impulse Festival 2015, Festival Politik im freien Theater 2014) und Der Internationale Strafgerichtshof (Gastspiele in den Niederlanden, Belgien, Burkina Faso, Ghana).Mit ihrem Stück „Not Punk, Pololo“ (2014) eröffneten sie die Tanzplattform Deutschland 2016. (https://gintersdorferklassen.org)

 

Informationen zum Stück „Identitäten dehnen“ (2014)

„Badiou beschreibt einen neuen Kommunismus: Die Dehnung der individuellen Identität ins Unendliche bei Beibehaltung des Egoismus, aber ohne Gier. Diese These wird von dem deutschivorischen Darsteller-Team performativ gegengelesen. Aber nicht nur aktuelle europäische Philosophie-Konzepte zum Thema Migration werden auf den Prüfstand gestellt: das Team um Gintersdorfer/Klaßen bereichert zudem die aktuelle Debatte über Flüchtlinge und deren Allianzen mit Kultursinstitutionen, politischen Supportern und Kirchen mit provokanten Spekulationen.“ (Dramaturgin Nadine Jenssen)

Mehr Informationen zum Stück

 

Wir danken dem Verein Student Lounge e.V. für die Kooperation.

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